Risikoanalyse

Über die Risiken des Lebens

Welche Risiken bestehen bei Tagesgeldern?

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In Zeiten weltweiter Staatsverschuldung und drohender Wirtschaftskrise sind mehr und mehr Menschen bzgl. ihrer Geldanlagen verunsichert.

Auf Grund des niedrigen Leitzinses der Europäischen Zentralbank (EZB) von nunmehr 1,5 Prozent p.a., neigen viele Anleger nicht zu Unrecht dazu, langfristige feste Anlagen zu vermeiden. Denn wer sein Geld jetzt langfristig bindet, vermag sicherlich einen etwas höheren Zinssatz zu erhalten als dies mit kurzfristigen Kapitalanlagen, wie zum Beispiel Tagesgeldkonten möglich wäre. Allerdings wäre das Kapital dann auch für den festgelegten Zeitraum gebunden. Sofern die EZB den Leitzins anhebe, könnten Anleger fester Geldanlagen für die bereits abgeschlossenen Verträge nicht profitieren. Dies und einige weitere Faktoren bedingen eine zunehmende Beliebtheit der sogenannten Tagesgeldkonten.

Hatten vor Jahren noch viele Bankkunden das gute alte Sparbuch zu Hause, so gerät diese Sparform mehr und mehr außer Mode. Ursächlich dafür sind nicht zuletzt die bei Sparbüchern üblichen Kündigungsfristen von drei Monaten und die bei vorzeitiger Verfügung in Rechnung gestellten Vorschusszinsen. Zudem bieten Sparbücher kaum mehr eine attraktive Rendite. Verzinsungen von mehr als einem Prozent gelten mittlerweile geradezu als Seltenheit. Die Vorteile moderner Tagesgeldkonten liegen auf der Hand. Für die Bankkunden werden diese überwiegend kostenfrei angeboten. Das Kapital auf dem Tagesgeldkonto ist stets täglich verfügbar. Das bedeutet sogenannte Vorschusszinsen werden niemals in Rechnung gestellt. Weiterhin liegt die Verzinsung der Tagesgeldkonten meist deutlich über den Sparbuchniveau. Erreichen Sparbücher selten die 1-Prozent-Hürde, so bieten Tagesgeldkonten derzeit sogar mehr als 2,5 % Zinsen pro Jahr. Für den Anleger lohnt es sich bei der Wahl des Tagesgeldkontos genau zu vergleichen, da viele Banken mit Neukundenboni locken, welche durchaus lohnenswert sind. Fällt die Wahl des Bankkunden auf ein Tagesgeldkonto einer ausländischen Bank, so sollten die Grenzen der Einlagensicherung in jedem Fall vorab geprüft werden, da sonst im Falle einer eventuellen Bankenpleite Verluste drohen.

Selbstverständlich ist es nicht ratsam sein gesamtes Vermögen auf Grund der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Tagesgeldern zu parken. Die Gefahr für den Anleger besteht darin, das eigene Vermögen durch die allgegenwärtigen inflationären Tendenzen zu schmälern. Die Inflationsrate per August 2011 lag bei genau 2,4 Prozent. Dies bedeutet einfach ausgedrückt: Wer sein Kapital auf einem Tagesgeldkonto anlegen möchte, der sollte mindestens eine Verzinsung in Höhe der aktuellen Inflationsrate von seiner Bank erhalten. Aktuell heißt das sich einen Zinssatz von mindestens 2,4 Prozent p.a. zu sichern. Liegt der Zinssatz unter der aktuellen Inflationsrate, so vermindert sich der Kaufpreis des eigenen Kapital schlichtweg. Es sei also bei der Wahl seiner Geldanlagen stets Vorsicht geboten.

In jedem Fall ist es ratsam den Finanzberater seines Vertrauens aufzusuchen, um bedarfsgerechte Beratungen einzuholen und nach Möglichkeit das Risiko eines eventuellen Verlustes durch die Streuung seines Kapitals in verschiedenen Anlagen zu minimieren.

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